Wie ich es sehe oder ein ungleicher Konkurenzkampf, der von der staatlichen Institution

In den letzten Tagen lief die Information durch die Medien , z.B. an den Seiten www.idnes.cz , dass die VZP (=Allgemeine Krankenversicherung) die ersten fünf Medikamente festgelegt hat , welche die Ärzte den Patienten verschreiben sollen. Ehrlich, es hat mich stutzig gemacht und deswegen habe ich nachgeforscht, warum das so ist und wie diese Sache selbst die VZP erklärt.

04. 05. 2013

In den letzten Tagen lief die Information durch die Medien , z.B. an den Seiten www.idnes.cz , dass die VZP (=Allgemeine Krankenversicherung) die ersten fünf Medikamente festgelegt hat , welche die Ärzte den Patienten verschreiben sollen. Ehrlich, es hat mich stutzig gemacht und deswegen habe ich nachgeforscht, warum das so ist und wie diese Sache selbst die VZP erklärt. An de Seiter der VZP führt selbst die Versicherung an, ich zitiere:

Positive Blätter sind eigentlich Listen der Medikamente, dessen Verschreibung für die Versicherung und auch für den Patienten am günstigsten ist.

Die Grundidee geht davon aus, dass soweit für eine bestimmte Krankheit mehrere verwechselbare Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff bestehen, die aber einen verschiedenen Preis haben, ist es für die Versicherung und auch für den Patienten am günstigsten,wenn der Arzt das billigste Medikament verschreibt…

Arzneimittel, welche die VZP in die positiven Blätter einordnet oder in Zukunft einordnen wird, sind für den Patienten in den Apotheken immer ohne Nachzahlung erhältlich!

Wie ich es sehe: Irreführend ist bereits der erste Satz, wo sich die VZP auf den Patienten beruft und sagt, dass dieses positive Blatt dem Patienten sichern wird, dass er das jeweilige Medikament ohne Nachzahlung bekommt. Aber so ist es bereits heute, auch ohne den positiven Blättern der Versicherung!!! Die Information, die hier von der VZP angeführt wird ist daher sehr irreführend, sogar würde ich ohne Bedenken zweckbedingt schreiben! Paradox bei dem ganzen ist, dass Arznei- mittel, über welche die VZP schreibt, Arzneimittel nur einer einzigen Gesellschaft sind, und zwar der Gesellschaft Zentiva.

Einordnung des Arzneimittels auf das positive Blatt, die gegebene Liste, erhöht die Präskription des empfohlenen Heilmittels gegenüber den verwechselbaren Konkurenzmitteln. Es handelt sich also um einen Wettbewerbsvorteil des gegebenen Mittels des bestimmten Herstellers gegenüber anderen Mitteln. Ein weiteres Paradox ist, dass der Einordnung der Produkte der Gesellschaft Zentiva auf das positive Blatt der VZP kein Auswahlverfahren vorhergegangen ist, kein Wettbewerb und es bietet sich die Frage an, ob nicht das Gesetz über öffentliche Aufträge verletzt wurde. Auf welche andere Weise könnten aus einer großen Menge von Präparaten und farmazeutischen Firmen die Besten, allein für die Versicherung und auch den Patienten die billigsten und immer ohne Nachzahlung herausgesucht werden, als im Rahmen eines ordentlichen Auswahlverfahrens, eines ordentlichen Wettbewerbes, an dem alle Interessenten teilnehmen könnten ohne Unterschied der Nationalität, der Hautfarbe …

Ich habe die Pharmazeutische Fakultät der Karls - Universität in Hradec Králové absolviert. Schon an der Fakultät haben wir gelernt, dass selbts wenn zwei Medikamente identisch scheinen, muss es nicht wahr sein. Sie können zwar den gleichen Wirkstoff beinhalten, jedoch können eine völlig andere Pharmakokinetik, Pharmakodynamik haben, also für Laie , sie können sich anders ablösen , anders resorbieren, auf eine andere Weise wirken. Es ist traurig, dass die VZP, die Versicherung und nicht der Mensch mit Hochschulausbildung im Bereich der Medizin oder Pharmazie bestimmt und bestimmen wird, welches Medikament verschrieben wird und welches keineswegs und das ohne dem den Patienten persönlich gesehen zu haben, geschweige dem bei der Versicherung ihn untersucht zu haben.

Ende gut, alles gut! Das Verschreiben der Medikamente von den positiven Blättern befehlt die Versicherung den Ärzten nicht, sie empfehlt diese nur. Wenn es aus medizinischer Hinsicht begründet ist, kann der Arzt ein anderes Medikament verschreiben, das nicht in dem positiven Blatt eingetragen ist.

Zum Abschluss: Die positiven Blätter von Seite der Versicherungen sind ein Schritt vorwärts. Letztendlich können wir zu unseren westlichen Nachbarn sehen. Aber die Konzeption und das System müssen allen klar verständlich sein und dürfen nicht diskriminierend sein! Und das an keiner Seite – Patienten, Apotheken, Ärtze, pharmazeutische Firmen. Mit dem, womit die VZP gekommen ist und zur Zeit präsentiert, ist so einer Institution nicht wert. Ich persönlich wundere mich auch der pharmazeutischen Firma Zentiva. Ob diese so was benötigt, da muss sie sehr schlecht daran sein.

Dieses ist die eigene Ansicht und Äußerung des PharmDr. Mgr. Peter Koudelka

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